Scheidung - was wird aus unserem Kind?

Erste Schritte als Betroffener

Foto: „©iStockphoto.com/aphrodite74 ©iStockphoto.com/spxChrome“ ©iStockphoto.com/HelgeWll“

Wer nicht handelt, der wird behandelt!

Was tun? Nach einer Trennung ist es grundsätzlich möglich, dass der Vater den Lebensmittelpunkt für sein Kind darstellt. Da dies im praktischen Leben aber seltener vorkommt, formuliere ich der Einfachheit halber den folgenden Text so, dass die Mutter des Kindes den Lebensmittelpunkt darstellt und der Vater seine Rechte und Pflichten gegenüber seinem Kind erhalten möchte.

  1. Über die Situation mit der Mutter des Kindes reden statt zu schweigen. Dabei geht es nicht um die eigenen Interessen, sondern um Entscheidungen, die im besten Interesse des Kindes sind. Wenn dies nicht gelingt, dann ...
  2. ... gemeinsam mit ihr eine Beratungsstelle aufsuchen. Die Familienberatungsstellen der Wohlfahrtsverbände (Diakonie, Caritas, Arbeiterwohlfahrt, Rotes Kreuz u.ä.) nehmen beratende und vermittelnde Funktionen in diesen Fragen wahr. Wenn dies nichts hilft, dann ...
  3. ... alleine eine Beratungsstelle aufsuchen. Dort könnte sich bereits eine Lösung abzeichnen. Wer den Lebensmittelpunkt des Kindes bei sich wünscht, sollte nicht voreilig aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen. Bei späteren gerichtlichen Auseinandersetzungen wird dieser Schritt meistens als "geringere Eignung für den Lebensmittelpunkt des Kindes" ausgelegt. Manchmal kann auch ...
  4. ... ein Gespräch mit Freunden hilfreich sein. Doch es darf nicht darum gehen, wer "recht hat", sondern wer die Fähigkeit besitzt, die angespannte Lage zu entspannen. Es hilft niemandem, aus Gefälligkeit mit seinen Freunden zu sympatisieren und den jeweils anderen als "böse" zu sehen. Dies ist in der Tat nicht immer einfach. Es hilft auch, ...
  5. ... einen Verein aus der unmittelbaren Nähe aufsuchen, der sich mit Trennungs-Situationen befasst (siehe unter "Links"). Außenstehende, die auf diesem Gebiet bereits Erfahrungen haben, können dann oft weiterhelfen. Wann und ob das Jugendamt kontaktiert werden sollte, muss individuell geklärt werden. Gesetzlich gesehen ist das Jugendamt dazu verpflichtet, in Umgangsstreitigkeiten zu vermitteln. Da sich aber viele Gerichte auf eine vorgeschaltete Beratungs- und Vermittlungspflicht der Jugendhilfe berufen, wird ein Gespräch mit dem Jugendamt daher sowieso stattfinden. Daher: alles vorher genau besprechen! Wenn sich auch dann keine Einigung ergibt und schon über mehrere Wochen kein Kontakt zu seinem Kind besteht, dann dringend ...
  6. ... einen Rechtsanwalt aufsuchen, um dort die rechtliche Situation zu besprechen. Dieser Schritt ist aber solange zu vermeiden, solange die oberen Punkte aussichtsreich sind. Denn in dieser Phase gibt es oft kein Zurück mehr zu einem vertrauensvollen Gespräch mit der Partnerin. Allerdings wäre es auch nicht im Sinne seines Kindes, es noch länger hoffen und warten zu lassen, seinen Vater wieder zu sehen. Wenn beide Eltern auch dann ihre Differenzen nicht ausräumen können, werden gerichtliche Schritte nötig sein. Innerhalb von vier Wochen nach Antragstellung seines Rechtsanwalts muss dann ein Gerichtstermin stattfinden. Im Gerichtsverfahren wird dann weiter vermittelt und die Interessen beider Elternteile besprochen.

Wer ist in der Erziehung "besser", Mütter oder Väter?

Keiner von Beiden! Bevor ich unten die aktuelle Rechtssituation beschreibe, möchte ich meine persönliche Vision beschreiben: Frauen und Männer unterscheiden sich, seelisch gesehen, grundsätzlich. Wer hat es etwa noch nicht erlebt, dass er als Mann einer Frau einen praktischen, gut gemeinten Rat gibt, aber schroff abgewiesen wird? Undankbarkeit gegenüber dem "besseren" Mann? Keineswegs! Daher sollten Beide grundsätzliches Interesse haben, sich gegenseitig genau kennenzulernen. Es gibt bereits recht viele Gesprächskreise und Gruppen, welche Türen zum gegenseitigen Austausch öffnen. Diese Gruppen werden überwiegend von Frauen als von Männern aufgesucht. Also, liebe Männer, tut mal was für Euch und schaut mal nach, wie Andere Euch sehen! Alle würden davon profitieren, besoners Eure Kinder. Der Fingerzeig auf die "bösen Mütter" bringt niemanden auf die Dauer weiter. Nein, ganz so schlimm ist es aber doch nicht. Erfreulich finde ich zum Beispiel, dass viele Vätergruppen einen immer größer werdenden Zulauf von Frauen haben. Ein hoffnungsvoller Ansatz. Denn bei Frauenrechtlerinnen gab es kaum die Bereitschaft, Männer ins Boot zu holen.

Glücklichsein ist eine Tugend, weil ein glücklicher Mensch kein Unglück für andere erzeugt. Nur ein glücklicher Mensch kann zum Glück der anderen beitragen.

Wieviel Jahre haben wir in Schule, Uni, Ausbildung oder Seminare verbracht! Dabei ging es doch überwiegend darum, wie man Geld verdient, oder? Dies wurde derart schleichend aber exzessiv betrieben, dass Skrupellosigkeit kaum jemandem wirklich auffiel. Und heute erfahren wir bei vielen Politikern, Richtern, Jugendämtern, Rechtsanwälten und Mitmenschen den Scherbenhaufen: Zu oft werden Tugenden geprädigt, aber unter dem legalen Deckmantel der Professionalität und Personalknappheit ins Gegenteil gekehrt. Wundert Ihr Euch überhaupt noch? Ich längst nicht mehr. Nutzt die Gelegenheit. Jeder Tag kann ein Neuanfang sein!

Rechtliches

Die Rolle des Kindes:

Der Gesetzgeber definiert das Wohl des Kindes ganz klar im Umgang mit beiden Elternteilen. Beide Elternteile dürfen ihr Kind nicht gegen den jeweils anderen aufhetzen. Persönliche Kränkungen gehen das Kind nichts an. Ab dem 10. Lebensjahr wird die persönliche Meinung des Kindes stärker berücksichtigt.

Das Wohl des Kindes:

Jeder, der in ein Familien-Rechtsstreit verwickelt ist, wo es gemeinsame Kinder gibt, wird zwangsläufig mit dem Begriff "Wohl des Kindes" konfrontiert werden. Aber Vorsicht: So freundlich und wohlwollend dieses Wort auch klingt, so dubios und sogar missbräuchlich wird es eingesetzt. Warum? Haben Sie jemals einen Menschen erlebt, der von sich behauptet, er würde nicht nach zum Wohl des Kindes handeln? Ich noch nie! Dennoch reden und schreiben Juristen und Politiker ständig, wie wichtig ihnen das Wohl des Kindes ist. Meiner Ansicht nach vermkommt dieser Begriff daher zu einer Alibfunktion. Je nach Kapazität und Ideologie der Behörden und Fachleute wird dieser Begriff äußerst variabel gebraucht. Das Wort "Kindeswohl" ist eine falsche Übersetzung aus der UN-Kinderrechtskonvention! Eine korrekte Übersetzung müsste heißen "bestmögliche Gewährleistung der Interessen des Kindes". Diese korrigierte Form von Übersetzung wäre meiner Ansicht nach ein wichtiger Schritt zu einer faireren Rechtspraxis für Deutschlands Kinder. Aber ebenso wichtig wäre dabei, diesen richtungsweisenden Begriff bewusster statt, wie bisher, allzu leichtfertig einzusetzen.

Umgangsrecht:

Sofern das Kindeswohl nicht gefährdet ist, hat jeder Vater das Recht auf Umgang mit seinem Kind. Üblich sind 14tägig von Freitag bis Sonntagabend und jeweils zur Hälfte der Ferien. Eine gesetzliche Regelung gibt es aber nicht. Es werden auch Faktoren wie Wohnort, Alter und Gesundheitszustand des Kindes berücksichtigt.

Wenn der Umgang zum Kind strittig ist, ...

... kann das Gericht einen Gutachter beauftragen. Um eine Entscheidung beim Umgangsrecht zu fällen, muss der Richter den Umgang in der Übergangsphase regeln. Damit soll gesichert werden, dass der betroffene Elternteil und das Kind sich unabhängig von der Verfahrensdauer sehen können und nicht entfremden.

Sorgerecht:

Bei verheirateten Eltern erhalten beide das Sorgerecht. Beide Elternteile müssen sich demnach verständigen, wenn es um wichtige Entscheidungen über das gemeinsame Kind geht (Schule, Krankenbehandlung, Kindergarten ...). In der Praxis jedoch stößt dieses Recht oft auf Widerstand. Denn es wäre gerade bei einer Krankenbehandlung umständlich oder gar riskant, sich erst die Zustimmung des zweiten Elternteils einzuholen.

Die Übertragung des Sorgerechts bei verheirateten Eltern auf einen Elternteil erfolgt zunächst in Ausnahmefällen. Dies geschieht, aus verschiedenen Gründen, zugunsten der Mutter. In diesem Fall verändert sich nicht der Umgang des Kindes mit seinem Vater. Seine Rechte werden dann aber reduziert. So darf er beispielsweise gegen den Willen der Mutter weder vom Kindergarten noch von der Schule eine Auskunft über sein Kind erhalten. Er sollte daher sorgfältig überlegen, ob er auf das Sorgerecht verzichtet.

Wenn das Sorgerecht strittig ist, ...

... kann das Familiengericht anordnen, dass sich die Eltern von einer Kinder- und Jugendhilfereinrichtung beraten lassen. Sollte ein Elternteil sich weigern, an dieser Beratung teilzunehmen, könnte das Gericht ihm einen höheren Anteil an den Prozesskosten auferlegen. In der Praxis jedoch kam dies bisher selten vor.

Sorgerecht bei unverheirateten Paaren:

Vor dem 3. Dezember 2009 war bisher die Mutter grundsätzlich alleine sorgeberechtigt. Nur mit ihrer Zustimmung kann ein unverheirateter Vater das gemeinsame Sorgerecht erhalten.

Jedoch seit dem 3. Dezember 2009 können auch ledige Väter hoffen, auch das Sorgerecht zu erhalten. Denn an diesem Tag hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg einem ledigen Vater recht gegeben, der um das Sorgerecht gekämpft hatte. Das deutsche Recht hatte nach Ansicht der dortigen Richter zwei Verstöße gegen die Menschenrechts-Konvention festgestellt:

  • Verstoß gegen die Achtung des Familienlebens
  • Verstoß gegen das Diskriminierungs-Verbot

Ab dem 3. August 2010 verlangt das Bundesverfassungsgericht eine gesetzliche Neuregelung des Sorgerechts für ledige Väter. Die Bundesjustizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger (FDP) hat angekündigt, dass sie sich für das gemeinsame Sorgerecht ab Geburt für ledige Paare einsetzen werde. Dies halte ich für sehr sinnvoll. Warum?

  • das Klagen auf gemeinsames Sorgerecht kostet viel Nerven und gefährdet den Familienfrieden und somit das Kind
  • ledige Eltern sind heutzutage keine Randgruppe mehr. Je nach Bundesland machen sie bis zu 60 % (!!) aus.

Fernsehbeitrag

In einer Fernsehsendung nimmt der bekannte Familienrichter Jürgen Rudolph zu unverheirateten Vätern Stellung.

Interview

Dazu folgendes Interview vom 3. 12.09 mit Frau Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke, Leiterin der Abteilung Entwicklungspsychologie an der Universität Mainz:

Frau Seiffge-Krenke, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das Sorgerecht lediger Väter in Deutschland gestärkt. Wie wichtig war das für deutsche Väter?

Das ist ganz wichtig. Viele Väter müssen bei Gerichten als Bittsteller auftreten, wenn sie das Sorgerecht für Ihre Kinder bekommen wollen. Selbst wenn die Mütter nachweislich nicht gut für die Entwicklung der Kinder sind, ist es nicht selbstverständlich, dass die Väter den Zugang zum Kind bekommen. Dagegen fordert kein Gericht von Müttern Beweise für Ihre Kompetenz - nur die Väter müssen belegen, dass Sie mit einem Kind gut umgehen können. Gerichte und Jugendämter gehen generell davon aus, dass die Mütter das Sorgerecht bekommen. Dabei gibt es auch Mütter, die alkohol-, drogenkrank oder neurotisch sind und dem Kind keine angemessenen Entwicklungsmöglichkeiten bieten können. Da sind Gerichte, aber auch Jugendämter, oft auf einem Auge blind.

Die Mütter kriegen das Sorgerecht von deutschen Gerichten viel häufiger als Väter. Manchmal verhindern sie dann auch noch, dass die Väter ihre Kinder überhaupt sehen. Schaden sie damit der Entwicklung der Kinder?

Man muss sich die Daten genau ansehen. Je älter die Kinder werden, desto häufiger erhält der Vater das Sorgerecht. Und zwar deshalb, weil die Kinder sich ab dem Alter von neun Jahren wünschen können, zu wem sie möchten. Das zeigt: Die Kinder scheinen zu glauben, dass Ihnen ohne den Vater etwas fehlt. Sie würden gerne mit ihm zusammen leben.

Was fehlt Kindern ohne Vater?

Väter gehen mit ihnen anders um, schon von den ersten Lebensjahren an. Sie haben ganz anderen Körperkontakt. Sie werfen Babys durch die Luft. Später fordern sie Kinder beim Spielen und beim Sport körperlich heraus. Welche Mutter klettert schon mit ihren Kindern auf Bäume oder macht kilometerlange Fahrradausflüge, bis alle total schlapp sind? Dabei setzen Väter immer auch klare Grenzen. Das ist wichtig. Dazu kommt: Die Väter unterscheiden sehr stark danach, ob sie einen Sohn oder eine Tochter vor sich haben. Für die Mutter sind beides Kinder, das Geschlecht spielt keine so große Rolle.

Wie äußert sich das?

Väter sind behutsam mit Töchtern, mit Söhnen dagegen strenger, aggressiver. Außerdem fördern Väter Autonomie besser als Mütter. Sie trauen dem Nachwuchs mehr zu. Väter halten 12 Jahre alte Kinder für so selbstständig wie Mütter erst 16 Jahre alte, zeigen Studien. Väter überfordern Kinder, Mütter unterfordern sie. Die gemeinsame Erziehung führt zu einer ganz guten Balance.

Welches Kind wird glücklicher - das ohne Vater oder das ohne Mutter?

Der Verlust von Eltern ist immer ein ganz einschneidendes Erlebnis. Bei den Scheidungen sind es oft die Söhne, die die Folgen stärker zu tragen haben als die Töchter, die meist selbstständiger sind. Wer leidet, sind die Jungs. Gerade im Alter von neun bis 12 Jahren. Da findet man die Einbußen in der Schule, das aggressivere Verhalten oder den stärkeren Rückzug. Manche werden kriminell oder drogenabhängig. Einige internationale Studien zeigen, dass Söhne stärker leiden, wenn sie den Vater nicht regelmäßig sehen. Ihnen fehlt das männliche Rollenmodell.

Gibt es eine Phase, in der die Abwesenheit des Vaters ganz besonders fatal ist?

Mit dem Alter hat das eigentlich nichts zu tun. Selbst junge Erwachsene leiden noch ziemlich darunter, wenn Ihre Eltern sich trennen.

Wie können geschiedene Eltern das Schlimmste verhindern?

Sie müssen ihren Kindern in Ruhe erklären, dass sie gerne Eltern sind, dass sie aber als Paar nicht mehr zusammenbleiben und dass es sogar gut ist, wenn ein zerstrittenes Paar nicht mehr in derselben Wohnung ist. Die Erklärung, dass es nicht am Kind lag, ist ganz wichtig. Sonst denken manche Kinder, sie seien böse gewesen und an der Trennung schuld. Man muss offen sagen: Es gibt Dinge zwischen Erwachsenen, die kann man nicht mehr reparieren, trotzdem wollen wir gute Eltern bleiben. Ich arbeite auch als Psychotherapeutin. Da gab es gerade folgenden Fall: Die Mutter einer 14 Jahre alten Tochter hat einfach ihren Koffer gepackt und ist ausgezogen, in eine Wohnung in der nächsten Stadt - ohne große Erklärung. Für das Mädchen ist das eine irritierende Angelegenheit: Ist die Beziehung der Mutter nicht so wichtig, dass sie mit der Tochter zusammenbleiben will?

Häufiger ist es aber umgekehrt.

Das stimmt. Die Frauen verhindern oft das Zugangsrecht des Vaters, weil das Kind angeblich Bauchschmerzen hat oder gerade so viel für die Schule zu tun hat. Wir nennen das in der Psychologie "Maternal Gatekeeping". Mütter gehen dagegen vor, dass der Vater das Kind sieht.

Weil sie den Vater als Gefahr sehen?

Zum Teil. Aber auch aus einer falsch verstandenen Mutterrolle heraus, weil sie denken, nur sie wüssten, wie man die Butterbrote schmiert und das Kind würde beim Vater nicht richtig versorgt. Väter machen es ja tatsächlich ein bisschen anders. Aber wer sagt denn, dass das schlechter wäre? Es ist vor allem eine merkwürdige Mutterideologie, die zu diesem Gatekeeping führt. Häufig handelt es sich um Frauen, die keinen Beruf haben oder ihn aufgegeben haben. Die schöpfen ihren gesamten Selbstwert aus der Mutterrolle. Wenn sie nun Angst haben, man nimmt ihnen das weg, kippt der Selbstwert komplett.

In Ihren Bestrebungen werden sie von den Institutionen unterstützt.

Leider ja. Von Jugendämtern, von Gutachtern, von Gerichten. Ich finde, das ist ein absolut konservativer Rollback. Ich habe kürzlich auf einem Vaterkongress wieder Fälle gehört - da fasst man sich an den Kopf. Ein Vater hat das Kind 12 Jahre lang aufgezogen, weil die Mutter 100 Kilometer entfernt arbeitete und nur am Wochenende nach Hause kam. Die Eltern ließen sich irgendwann scheiden. Aber die Mutter bekam das Sorgerecht. Nun muss der Vater mit ganz viel Mühe versuchen, es sich zurückzuerkämpfen. Der Junge wurde mit einem Mal ganz schlecht in der Schule und ist delinquent geworden. Absurderweise argumentieren Behörden dann: Das könne nur die Mutter auffangen - auch wenn die sich 12 Jahre lang nicht gekümmert hat. Es gibt viele solcher Fälle. Es sind natürlich oft Frauen, die Gutachten für Gerichte schreiben, wo gelegentlich auch Richterinnen sitzen.

Mit mehr Verständnis für das eigene Geschlecht.

Die sehen nicht immer ein, dass Väter das auch können. Und oft glauben sie eher den Müttern. Das absurdeste Beispiel ist der Missbrauchsvorwurf. Damit wollen manche den Mann endgültig ausschalten, wenn sie es anders nicht schaffen. Auf der Vätertagung habe ich fünf Väter kennen gelernt, alles Akademiker, darunter ein Jurist und ein Internist, die sich vor Gericht gegen solche Vorwürfe wehren mussten. Das kann derart rufschädigend sein. Bringen Sie da erst mal Gegenbeweise.

Zur Person
Michael Pfennig

Ich bin Musiklehrer, Komponist und Texter sozialkritischer Lieder. Ohne eigenes Verschulden verlor ich sechs Jahre lang jeglichen Kontakt zu meiner Tochter aus erster Ehe. Dabei entdeckte ich als engagierter Vater unglaubliche Missstände für Scheidungskinder im deutschen Familienrecht.

Meine Lieder entlarven Verantwortliche, aber sie enthalten auch Lob für Pioniere auf hoffnungsvollen neuen Wegen.

Michael Pfennig

Interessiert Sie meiner CD?

Sie können mit mir in Kontakt treten:

Interesses an der CD